Urbane Logistik: Parkhäuser sollen Logistikern als Hubs dienen

Die zentrale und verkehrsgünstige Lage von Parkhäusern sollen sich Logistiker für Lieferungen in Innenstädte künftig verstärkt zunutze machen. 

Das Unternehmen Apcoa betreibt derzeit rund 11.500 Parkhäuser und Parkplätze in 13 verschiedenen europäischen Ländern. Diese Standorte könnten in Zukunft noch mehr Funktionen übernehmen als die temporäre Abstellmöglichkeit für Fahrzeuge: Sie sollen sogenannte Urban Hubs werden und so sowohl Mobilitäts- oder anderen Autofahr-Dienstleistungen als auch Logistikunternehmen zur Verfügung stehen, so die Vision des Apcoa-Managers Frank van der Sant laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Apcoa verfolge ein „Shop-in-Shop“-Konzept, heißt es in dem Bericht. Logistiker und andere Dienstleister könnten die Parkflächen für eine gewisse Dauer anmieten. „Wir gewinnen mehr Auslastung, die können die Flächen flexibel nutzen“, verspricht sich Frank van der Sant von dem Vorhaben. So seien Parkflächen vor allem zu Stoßzeiten belegt, stünden aber nachts oder in den Morgenstunden leer.

Kooperationen mit allen großen KEP-Dienstleistern.
Wegen ihrer zentralen Lage samt Verkehrsanbindung seien die Standorte vor allem für Logistiker interessant: Sie könnten die Parkhäuser vor allem in Zeiten nutzen, in denen diese noch leer sind. Bereits 2019 hatte Apcoa ein entsprechendes Pilotprojekt in Stuttgart gestartet. Zwei Parkhäuser wurden damals auch als Verladestationen genutzt, in den frühen Morgenstunden wurden dann Sendungen von Transportern auf E-Bikes bzw. Lastenräder geladen, die anschließend die Pakete in der City ausgeliefert haben.

Inzwischen arbeite man mit allen großen Paketdienstleistern zusammen, so der Apcoa-Manager. Künftig könnten dann auch Paket-Abholstationen vor Ort oder gar Landeplätze für Lieferdrohnen zur Verfügung stehen – zusammen mit Ladestationen für E-Autos oder E-Bikes, Drive-In-Wachssalons und Miet-Lagerräumen.

Deutschlandweit betreibt Apcao derzeit 300 eigene Standorte und 1.000 weitere, die private Eigentümer in deren Auftrag bewirtschaften. Bis 2030 sollen im Schnitt 1.000 weitere solcher Parkgebäude bzw. -flächen pro Jahr hinzukommen.

Quelle: watchblog.de

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