Poststandardisierung – eine strategische Priorität nicht nur für die Europäische Union

Das jährliche Arbeitsprogramm der Union für europäische Normung für 2022 definiert Postdienste als strategische Priorität der europäischen Normung.

Gastbeitrag: logistic-natives e.V.

Ref. 11, der am 02. Februar 2022 veröffentlichten EU-Normungsstrategie C(2022) 546, betont die Notwendigkeit, die Dienstqualität zu verbessern und die Interoperabilität zwischen nationalen Postnetzen zu fördern, aber auch einen effizienten Universaldienst innerhalb des EU Binnenmarkts zu gewährleisten. Unter „Neue Maßnahmen“ im jährlichen Arbeitsprogramm der Union für die europäische Normung für 2022 in Ref. 11 der veröffentlichten EU-Normungsstrategie legt die EU ihre Absicht dar, die Ausarbeitung europäischer Normen und Normungsinhalte zur Unterstützung der europäischen Gesetzgebung zu mandatieren, um das Ziel der Schaffung eines gemeinsamen Marktes für Postdienste und grenzüberschreitende Paketzustellung zu erreichen. Dabei ist das Ziel der Schaffung eines gemeinsamen Marktes für Postdienste und grenzüberschreitende Paketzustellung zu erreichen, elementar für einen modernen Handel.

Technische Normung ist unverzichtbar, um die Interoperabilität zwischen nationalen Netzen und einen effizienten Universaldienst zu fördern. Daher wird das Europäische Komitee für Normung (CEN) mit der Ausarbeitung technischer Normen für den Postsektor betraut, nachdem die Kommission ein entsprechendes Normungsmandat verabschiedet hat. Diese Arbeit wird, die auf internationaler Ebene angestoßenen Harmonisierungsmaßnahmen berücksichtigen, insbesondere diejenigen, die innerhalb des Weltpostvereins beschlossen wurden.

Verbesserung der Servicequalitätsstandards.
Aufgrund des internationalen Charakters des Post- und Paketsektors müssen europäische und internationale technische Standards entwickelt werden, um den Nutzern, ausgerichtet auf den Schutz der Umwelt, zu helfen, aber auch die bestehenden Marktchancen für Unternehmen zu erweitern. Darüber hinaus melden Benutzer häufig Probleme mit der Dienstqualität beim Senden, Empfangen oder Zurücksenden von grenzüberschreitenden Paketen. Folglich müssen die Dienstqualitätsstandards und die Interoperabilität grenzüberschreitender Paketzustelldienste verbessert werden.

Einige Standards und Standardisierungserarbeitungen aus früheren Standardisierungsaufträgen müssen überarbeitet werden, um die jüngsten Entwicklungen in der Verordnung (EU) Nr. 910/2014 (eIDAS-Verordnung) widerzuspiegeln. Die Standards und Standardisierungsarbeiten im Zusammenhang mit “Secured Electronic Postal Service (SePS)” müssen von CEN bis zu den in dem geplanten 5. Normungsmandat der EU- Kommission and CEN festgelegten Fristen erarbeitet und angenommen werden.

Zukunft der Märkte.
Der Postsektor widmet sich zunehmend der Dualität von Digitalisierung und dem Green Deal, und daher legt der kommende Arbeitszyklus der europäischen Postnormung einen besonderen Fokus auf dieses Thema. Als internationales Netzwerk unterstützt der logistic-natives e.V. diese Arbeiten aktiv. Wer sich u.a. um eine Ausgewogenheit von Digitalisierung und der Ökologisierung im Postsektor, der Logistik, des Transportwesens und der Infrastruktur im modernen Handel bemühen möchte und Interesse an einer Gestaltung der Zukunft des Marktes hat, meldet sich bitte bei Florian.Seikel@logistic-natives.com oder bei Walter.Trezek@logistic-natives.com. (RED)

Quelle: LOGISTIK express Journal 1/2022

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